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Körperschaftsteuergesetz, Körperschaftsteuerrichtlinien und Körperschaftsteuerrechner

Hier finden Sie alles rund um die Körperschaftsteuer::

Körperschaftsteuer - Rechner

Steuermesszahl beträgt 3,5 vom Hundert
Der Körperschaftsteuersatz beträgt 15%
 
Gewinn gemäß Körperschaftsteuergesetz
(Verlust mit Minusvorzeichen)
(§ 7 Gewerbesteuergesetz)
 Euro
 
Hinzurechnungen
§ 8 Gewerbesteuergesetz

Entgelten für Schulden (Kreditzinsen), Renten und dauernde Lasten,
Gewinnanteilen des stillen Gesellschafters
 Euro
 
20% Miet- und Pachtzinsen (einschließlich Leasingraten) für die Benutzung
von beweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens,
die im Eigentum eines anderen stehen
 Euro
 
Miet- und Pachtzinsen (einschließlich Leasingraten) für die Benutzung
der unbeweglichen Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens,
die im Eigentum eines anderen stehen
 Euro
 
Aufwendungen für die zeitlich befristete Überlassung von Rechten (Lizenzen)  Euro
 
andere Hinzurechnungen   Euro
 
Kürzungen
§9 Gewerbesteuergesetz
Hinweis: Bitte ohne Minusvorzeichen eingeben
 Euro
 
Hebesatz
Gewerbesteuerhebesätze
%
 

Weitere Infos zur Körperschaftsteuer:

Körperschaftssteuer

Die Körperschaftsteuer ist vereinfachend die "Einkommensteuer" für juristische Personen. Die Körperschaftsteuer findet also insbesondere Anwendung auf Kapitalgesellschaften, wie z.B. die GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) bzw. UG (Unternehmergesellschaft).

Körperschaftsteuer -Darstelung der Besteuerung einer Körperschaft (z.B. GmbH)

 

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Körperschaftsteuer Belastung des Gewinns von Kapitalgesellschaften

Die nominale Körperschaftsteuer Belastung von Kapitalgesellschaften lässt sich leicht anhand des Körperschaftsteuergesetzes feststellen. Die tatsächliche oder auch effektive Steuerbelastung ergibt sich aus dem Zusammenspiel von Steuerbemessungsgrundlage und Steuersatz.

 

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Körperschaftsteuertarife

Um Doppelbelastungen ausgeschütteter Gesellschaftsgewinne durch die Körperschaftsteuer der Gesellschaft und die Einkommensteuer des Anteilseigners zu verhindern oder zumindest abzumildern, haben inzwischen fast alle Staaten Systeme zur Entlastung der Dividenden beim Anteilseigner eingeführt. Von den europäischen Staaten sehen Irland und die Schweiz keine Entlastung ausgeschütteter Gewinne auf der Ebene des Anteilseigners vor (klassische Systeme ohne Tarifermäßigung). Diese Staaten haben aber als Ausgleich nach wie vor vergleichsweise niedrige allgemeine Körperschaftsteuertarife. Drei Staaten besteuern die Gewinne nur bei der Gesellschaft, sodass Dividenden beim Anteilseigner steuerfrei bleiben (Estland, die Slowakei und Zypern). Zum gleichen wirtschaftlichen Ergebnis kommt auch Malta, indem die Körperschaftsteuer auf ausgeschüttete Gewinne dem Einkommensteuersatz auf Dividenden entspricht und voll auf die Einkommensteuer angerechnet wird (sogenanntes Vollanrechnungsverfahren). Seit der Absenkung des deutschen Körperschaftsteuersatzes im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 auf 15 % ist die Stellung Deutschlands im internationalen Vergleich deutlich wettbewerbsfähiger.

 

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Periodenübergreifende Verlustberücksichtigung bei der Körperschaftsteuer

Einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die tatsächliche steuerliche Belastung von Unternehmen hat auch die in Tabelle 1 dargestellte periodenübergreifende Verlustberücksichtigung bei der Körperschaftsteuer in Form des Verlustrück- beziehungsweise Verlustvortrags. Hierbei weisen die einzelnen Staaten sehr unterschiedliche Regelungen auf. So sind die überperiodischen Verlustausgleichsregeln in den meisten Staaten, verglichen mit Deutschland, als restriktiver zu bezeichnen. Dies zeigt sich vor allem daran, dass viele Staaten keinen Verlustrücktrag kennen. In Deutschland, aber auch in Frankreich, Irland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Japan, Kanada und den USA führt die Möglichkeit, Verluste rückzutragen, zu einer Liquiditätszufuhr in wirtschaftlich weniger ertragsreichen Zeiten. Der Verlustvortrag ist in den meisten Staaten auf fünf bis sieben Jahre befristet. In einigen Staaten ist es deutlich länger möglich, Verluste vorzutragen. Zum Teil ist der Verlustvortrag sogar zeitlich unbegrenzt gestattet. Eine zeitliche Begrenzung des Verlustvortrags hat zur Folge, dass die Verlustvorträge in außergewöhnlich langen rezessiven Phasen für die steuerliche Berücksichtigung verloren gehen können. Deutschland, Österreich und Polen beschränken die Verrechnung von Verlusten der Höhe nach (Mindestbesteuerung).

 

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Abschreibungsmöglichkeiten

Neben der Berücksichtigung von Verlusten wirken sich ebenfalls die Abschreibungsmöglichkeiten des Anlagevermögens auf die steuerliche Belastung der Unternehmen aus. Als Abschreibungsmethoden kommen die lineare und die degressive Abschreibung in Betracht. Je schneller Wirtschaftsgüter abgeschrieben werden können, desto niedriger ist die steuerliche Bemessungsgrundlage und somit die steuerliche Belastung der Unternehmen. Bisher bestand in Deutschland, wie auch in vielen anderen Staaten (siehe Tabelle 2), eine Wahlmöglichkeit zwischen linearer und degressiver Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter. Diese Wahlmöglichkeit ist in Deutschland für ab dem Jahr 2011 angeschaffte oder hergestellte bewegliche Wirtschaftsgüter weggefallen. Somit können diese Wirtschaftsgüter nur noch linear abgeschrieben werden.

 

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Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung

Die Unternehmensbesteuerung in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union ist bisher nicht harmonisiert. Gravierende Unterschiede bestehen sowohl in den Bemessungsgrundlagen als auch in den Steuersätzen. Aus der großen Bandbreite der Gewinnsteuersätze für Kapitalgesellschaften, die derzeit zwischen 10 % und 38,7 % variieren, folgt ein beachtliches Steuerbelastungsgefälle innerhalb der EU (->Internationaler Steuer Vergleich).

Für eine EU-weite Reform der Konzernbesteuerung bestehen unterschiedlich weitreichende Möglichkeiten, welche der Beirat eingehend geprüft hat. Bei der Abwägung der Vor- und Nachteile dieser Reformoptionen wurden insgesamt sieben Kriterien zugrunde gelegt. Im Einzelnen muss es darum gehen,

(1) Verzerrungen ökonomischer Entscheidungen soweit wie möglich auszuschließen,

(2) Anreize zur Verlagerung von Buchgewinnen in Niedrigsteuerländer zu beseitigen,

(3) Kosten des Umgangs mit dem Steuersystem für Steuerpflichtige (Compliance Costs) und Steuerverwaltungen (Administrative Costs) zu senken,

(4) den Harmonisierungsbedarf an den EU-Außengrenzen auf ein Minimum zu begrenzen,

(5) Auswirkungen auf die Verteilung des Steueraufkommens unter den Mitgliedstaaten so gering wie möglich zu halten,

(6) die Vereinbarkeit mit den Vorgaben des Verfassungs-, EG- und Doppelbesteuerungsrechts sicher zu stellen sowie

(7) die Kompatibilität zwischen den nationalen Strukturen der Unternehmensbesteuerung und den auf Gemeinschaftsebene in Betracht gezogenen Maßnahmen zu gewährleisten.

Als Reformoptionen hat der Beirat neben der Harmonisierung der Körperschaftsteuersätze eine Vereinheitlichung der Vorschriften zur steuerlichen Gewinnermittlung in der EU sowie zwei weiter reichende Koordinierungsmaßnahmen, die beide die Schaffung einer gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage für EU-weit tätige Konzerne beinhalten, geprüft. Zur Schaffung einer gemeinsamen konsolidierten Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage für EU-weit tätige Konzerne bestehen im Grundsatz zwei Möglichkeiten. Zum einen könnte entsprechend den Vorstellungen der Europäischen Kommission der konsolidierte Konzerngewinn für Zwecke der Besteuerung nach einer Formel unter den Mitgliedstaaten aufgeteilt werden (Formula Apportionment). Dieser Vorschlag setzt innerhalb der EU konzeptionell das Quellenprinzip um. Die formelhaft aufgeteilte konsolidierte Bemessungsgrundlage wird in den jeweiligen Sitzstaaten der Konzerngesellschaften einer abschließenden Besteuerung unterworfen. Alternativ besteht die Möglichkeit, die vorherrschende Besteuerung auf der Basis direkter Gewinnaufteilung beizubehalten (Separate Entity Accounting), sämtliche Ergebnisse der Konzerneinheiten jedoch der Muttergesellschaft zuzurechnen und in ihrem Sitzstaat zu versteuern. Die Ansässigkeitsstaaten der Tochtergesellschaften behalten ihre Besteuerungsansprüche für die jeweiligen Gewinne. Eine Doppelbesteuerung wird durch die Anrechnungsmethode vermieden. Bei Verlusten der Tochtergesellschaften wird der Verlust zunächst der Muttergesellschaft zugerechnet, bei späteren Gewinnen der Tochtergesellschaft kommt es bei der Muttergesellschaft jedoch zur Nachversteuerung. Innerhalb der EU verwirklicht diese Zurechnungsmethode auf Unternehmensebene das Wohnsitz- bzw. Ansässigkeitsprinzip. Eine eingehende Überprüfung dieser weiter reichenden Koordinierungsmaßnahmen hat allerdings ergeben, dass bei den bestehenden Steuersatzdifferenzen zwischen den Mitgliedstaaten steuerlich bedingte Verzerrungen wirtschaftlicher Entscheidungen nicht nachhaltig verringert werden. Im Gegenteil: Es können neue Verzerrungen und Fehlanreize hinzukommen. Deshalb kann eine konsolidierte Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage nur bei verringerten Steuersatzdifferenzen die Funktionsfähigkeit des Binnenmarktes verbessern. Die Steuersatzdifferenzen könnten durch die Einführung eines Mindeststeuersatzes oder eines Steuersatzkorridors (Mindest- und Höchststeuersatz) verringert werden. Ein solcher Mindeststeuersatz hat Vorteile, wirft aber auch wirtschaftspolitische Probleme auf und dürfte derzeit in der EU schwer durchsetzbar sein.

 

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